Reinhart Keßner führt seinen Meisterbetrieb in der fünften Generation erfolgreich weiter. Nun ist er Sachsens Landessieger bei „Mutmacher der Nation“.

Löbau, xx. September 2010. „Rudolf Schmorrde“ ist ein sagenhaftes Beispiel für traditionelles Unternehmertum. 1865 gründet der Ururgroßvater, Buchbindermeister Rudolf Schmorrde, den Betrieb zunächst als Buchbinderei. Kriege, politische Umwälzungen, technische Veränderungen, wirklich alles hat der Familienbetrieb aus dem sächsischen Löbau überlebt. Seit 1990 hält Ururenkel Reinhart Keßner in fünfter Generation die Zügel fest in der Hand. Auf dem Weg, das Geschäft auch 145 Jahre später als einen der Marktführer zu etablieren, wird die deutsche Wiedervereinigung seine größte Herausforderung. Er meistert sie – und ist jetzt Landessieger in Sachsen bei „Mutmacher der Nation“, Deutschlands größter Mittelstandsinitiative.

Als im November 1989 der Fall der Berliner Mauer nicht mehr aufzuhalten ist, stand Reinhart Keßner vor großen, neuen Herausforderungen. „Damals waren wir der führende Handwerksbetrieb in der damaligen DDR“, erinnert sich der Stempelmacher-Meister, „durch das Ende der Republik brachen großen Teile der hiesigen Wirtschaft zusammen. Wir verloren auf einen Schlag 40 Prozent unseres Kundenkreises und standen urplötzlich vor existenziellen Problemen.“ Doch wenn Reinhart Keßner eines von seinen Vorgängern gelernt hat, dann zu kämpfen. „Ich bin sofort monatelang durch die alten Bundesländer gereist, habe uns bei potenziellen Kunden vorgestellt und bei allen namhaften Einkaufsorganisationen der Papier-, Büroartikel- und Schreibenwaren-Industrie listen lassen.“ Die Marktspitze im Visier nutzt er die Nachwehen der Wiedervereinigung, um mit klugen Schachzügen seinen Betrieb auf Kurs zu halten. Nur ein Jahr später richtet er einen Außendienst für Westdeutschland ein, bringt als erste ostdeutsche Firma einen umfassenden Stempelkatalog auf den Markt. Er investiert in neueste Technik und beweist unternehmerischen Weitblick, als er 2005 die Dresdner Stempel- und Schilderfabrik „Albert Walther GmbH“ hinzukauft, die aktuell rund ein Viertel zum kompletten Jahresumsatz beisteuert. Der Großhändler offenbart: „Unser heutiger Erfolg liegt darin, dass wir ständig Innovationen entwickeln, besten Service bieten und durch die verschiedensten Kanäle wie Messen, Internetshops und selbst durchgeführte Firmenveranstaltungen sehr nah am Kunden sind. Reinhart Keßner ist mit der Herzensangelegenheit „Schmorrde“ inzwischen wieder eine ganz große Nummer in Deutschland. Er beschäftigt an den beiden Standorten Löbau und Dresden 27 Mitarbeiter, die im Jahr um die 330.000 Stempel sowie viele zehntausende Schilder produzieren. Berechtigter Stolz schwingt in seiner Stimme mit, wenn er sagt: „Damit gehören wir bundesweit zu den vier Marktführern von insgesamt etwa 900 Branchenunternehmen.“ Nun kann Reinhart Keßner gleich doppelt stolz sein: Er ist Landessieger bei „Mutmacher der Nation“, Deutschlands größter Mittelstandsinitiative.

Hintergrund:
Initiatoren von „Mutmacher der Nation“ sind die rund 100 Verlage DasÖrtliche – Deutschlands führendes Telekommunikationsverzeichnis „vor Ort“. Als Werbepartner von 1,2 Millionen Gewerbetreibenden sind die Verlage DasÖrtliche einer der bedeutendsten Werbeträger des Mittelstands in Deutschland. DasÖrtliche gibt es im Internet (www.dasoertliche.de) sowie in 1.050 lokalen Buch-Ausgaben mit einer Gesamtauflage von rund 34 Millionen Exemplaren pro Jahr.
Medienpartner der Mutmacher-Initiative sind die „Deutsche Handwerkszeitung“ (www.deutsche-handwerks-zeitung.de) und das „handwerk magazin“ (www.handwerk-magazin.de).
Die Deutsche Handwerks Zeitung ist die größte Publikation im mittelständischen Handwerk in der Bundesrepublik. Sie ist offizielles Mitteilungsorgan von 23 Handwerkskammern und informiert mehr als 470 000 Handwerksbetriebe sowie klein- und mittelständische Unternehmen in Deutschland über alle aktuellen wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Entwicklungen.
Das handwerk magazin ist das einzige bundesweit erscheinende, branchenübergreifende Wirtschaftsmagazin für Unternehmer aus dem Mittelstand Handwerk. Jeden Monat erreicht es mit einer Auflage von 81.000 Exemplaren 420.000 Leser.
Die Jury besteht aus prominenten Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien:
· Prof. Dr. Gertrud Höhler, Publizistin, Wirtschafts- und Politikberaterin · Dr. Roman Leuthner, Chefredakteur Deutsche Handwerkszeitung · Holger Externbrink, Chefredakteur handwerk magazin · Christiane Prinzessin zu Salm, Unternehmerin · Dr. Florian Langenscheidt, Verleger · Heiner Kamps, Unternehmer · Barbara Faber, Geschäftsführerin DasÖrtliche Service- und Marketinggesellschaft |